Thomas Bocian

Hotel Eden

Die Serie dokumentiert einen der Vergangenheit angehörenden urbanen Lebensraum des "Hotel Eden" in Bochum. Jedes Bild, zusammengesetzt aus einem Detail und einer Übersicht, suggeriert einen fiktiven Zusammenhalt in Form, Stofflichkeit und Farbigkeit. Durch die ungewöhnliche Perspektive findet eine Symbiose zwischen Realität und Fiktion statt. Sie zeigt Dinge, die bei normaler Betrachtung nicht sichtbar sind. Anhand der Bilder wird sichtbar, dass das Hotel, welches einst Zentrum des Lebens war, heute nur noch eine energetisch aufgeladene Hülle ist.

Mythos Wald

Dem Projekt liegen Themenbereiche aus der Romantikepoche zu Grunde und behandelt als Kernthese die Auseinandersetzung von individuellen Baumportraits. Durch die Idealisierung jedes einzelnen Baumes wird eine der Grundthesen der Romantik aufgegriffen, dass sich das Individuum und die Gesellschaft unversöhnlich gegenüberstehen. Die Bäume sind fester Bestandteil des Waldes, des Kollektivs, sind jedoch einzelne Individuen, die sich stark von ihren Artgenossen in Größe, Form und Alter unterscheiden. Es werden keine neu erfundenen Szenerien, sondern überspitzte Realität und neu komponierte Natur aufgezeigt.

417 57 / 59

Der Fotograf wählt für seine Arbeit "417 57 / 59" ausschließlich die Technik der Nachstellung, durch die der für diese Region sichtbare Strukturwandel dokumentarisch und ungeschönt herauskristallisiert wird. Anhand der Arbeit wird die Umgestaltung ehemals gewerblicher Industrie-Flächen des Ruhrgebiets in reine Wohnnutzformen deutlich. Es handelt sich hierbei um die 1924 in Dortmund Schüren entstandene Zweigstelle der Firma Richard Hengstenberg mit Stammsitz in Esslingen.

Berufsportraits

Das Projekt entstand unter dem Aspekt der Arbeitssicherheit. Die Kleidung an sich unterteilt Berufe systematisch anhand der Optik in unterschiedliche Bereiche und sagt viel über den jeweiligen Beruf aus, nicht jedoch über den Menschen. Durch den bewussten Verzicht der Protagonisten, da sie in diesem Falle stellvertretend für Viele Ihres Berufszweiges stehen und nur die Träger des Mediums sind wirkt der Mensch austauschbar und gesichtslos.Die Arbeitskleidung steht im Mittelpunkt und erweckt den Eindruck einer Hülle, dass der Mensch nur Träger des Mediums ist. Eine persönliche Identifikation mit dem jeweiligen Beruf wird daher ausgeschlossen.